Archive for August, 2009

Indian-Summer-Feeling in den österreichischen Alpen

Montag, August 31st, 2009

pts090831026
Tourismus/Reisen, Sport/Events

Indian-Summer-Feeling: Bergsee-Touren, Sternegucker und Heimatherbst
Erntedankfest, Sennerinnen- und Almholtatreffen sowie 14. Int.
Teleskoptreffen

Irschen (pts/31.08.2009/13:50) – Mehr als 50 Bergseen, über 30 Aussichtsgipfel und zahlreiche Alm- und Bergdorffeste bilden den Rahmen für ein Indian-Summer-Feeling mitten in den österreichischen Alpen. Die Ferienregion Outdoorpark Oberdrautal hat im Herbst Hochsaison: die unterschiedlichen Geo-Welten mit den Lienzer Dolomiten, den Gailtaler Kalkalpen und den kristallinen Ausläufern der Hohen Tauern bieten dem Wanderer und Bergfreund im Herbst ein wahres Eldorado von faszinierenden Bergtouren.

Wandern in einzigartiger Naturatmosphäre Ausgangspunkte sind die Emberger und Oberberger Alm in Berg im Drautal und die Leppner Alm oberhalb des Kräuterdorfes Irschen. Hier führen die Wanderwege in die einsame und stille Bergwelt der Kreuzeckgruppe. Besondere Höhepunkte sind die Touren zu den 14 Seen mit dem Hochtristengipfel oder die Wanderungen über dem Scharnik zur Hugo-Gerbershütte. Wer über eine gute Kondition verfügt, sollte zur Weitwandertour am Kreuzeck-Höhenweg aufbrechen, die parallel zum oberen Drautal auf 2400 Metern Seehöhe verläuft.

Erntedankfest und großes Sennerinnen- und Almholtatreffen Während des Kärntner Heimatherbstes werden in den Dörfern die Erntedankfeste gefeiert. In Greifenburg laden die Senner zu einem großen Sennerinnen- und Almholtatreffen vom 10. – 11. Oktober ein.

14. Internationales Teleskoptreffen von 17. bis 20. September Auch Sternegucker haben im Herbst Hochsaison, denn von 17. – 20. September gibt es das 14. Internationale Teleskoptreffen für alle Hobbyastronomen: Aus einer Almhütte in den Sternenhimmel schauen und dabei sein Sternbild beobachten, zählt zu den außergewöhnlichen Erlebnissen im Oberdrautal. Die Lage der Emberger Alm ist aus mehreren Gründen perfekt für alle Amateurastronomen. Es gibt kein Fremdlicht und durch die Höhenlage von fast 1.800m ist die Luft sehr “durchsichtig”. Die Alm ist bequem mit dem Auto zu erreichen und neben der Astronomie stimmt hier auch die Gastromonie. Die exakte Position der Sternwarten: 46° 46′ 31″ Nord, 13° 09′ 33″ Ost, Seehöhe: 1.755m. Weitere Informationen unter http://www.alpsat.at .

Über den Outdoorpark Oberdrautal: “Nimm Auszeit in der Natur” Unter dem Motto “Nimm Auszeit in der Natur” bietet der neue Outdoor-Park Oberdrautal mit seinen acht Feriendörfern entlang der Drau naturnahe und spannende Sport- und Freizeitaktivitäten sowie Oasen für Ruhe und Entspannung. Die einzigartigen Naturlandschaften inmitten der sanften Gipfel der Kreuzeckgruppe im Norden, der markanten Gebirgszüge der Gailtaler Alpen im Süden und den Lienzer Dolomiten im Westen, das angenehm milde, alpine Reizklima und die Gastfreundlichkeit dieser Region laden Sportbegeisterte und Erholungssuchende zu einem unvergesslichen Natur- und Erlebnisurlaub ein.

Einzigartige Outdoorerlebnisse Eingebettet zwischen den Gailtaler Kalkalpen im Süden, den Lienzer Dolomiten im Westen und der Kreuzeckgruppe im Norden liegt das obere Drautal in mitten der Kärntner Berglandschaft. Wandern, Bergsteigen, Klettern, Radwandern am Drauradweg, Mountainbiketouren entlang der sonnseitigen Bergdörfer, Kanuwandern, Floßfahren und eine Reise mit der Drauplätte auf der Drau, Paragleiten und Drachenfliegen von der Emberger Alm oder Golfen, Reiten, Baden und gemütlich die Landschaft im Westen von Kärnten genießen – das ist Urlaub im Outdoorpark Oberdrautal. Begeben Sie sich auf einen Streifzug durch das Oberdrautal und entdecken Sie bisher Unbekanntes.

Aussender: Outdoorpark Oberdrautal
Ansprechpartner: Eckart Mandler
Quelle: pressetext

Venedig: die Allerdurchlauchteste

Dienstag, August 25th, 2009

Venedig (pte/25.08.2009/12:15) – Die Lagunenstadt Venedig könnte trotz aufwändiger Schutzmaßnahmen am Ende des Jahrhunderts fast täglich von Überflutungen geplagt sein. Zu diesem Schluss kommt eine Studie des Instituts für Meereswissenschaften in Venedig, die in der Zeitschrift “Climate Dynamics” veröffentlicht wurde. Die Forscher um Laura Carbognin stellten Daten zum langsamen Absinken des Unterbodens der Stadt den Prognosen des Weltklimarates (IPCC) für den Meeresspiegel-Anstieg in der nördlichen Adria gegenüber, der infolge des Klimawandels zu erwarten ist. Bisherige Maßnahmen zur Verhinderung von Überschwemmungen, die derzeit mit großem Aufwand erstellt werden, könnten aufgrund der steigenden Gezeitenhöhe langfristig wenig Schutz bieten, geben die Wissenschaftler zu bedenken.

Der Untergang Venedigs ist ein Prozess, der schon seit längerem im Laufen ist. Der Unterboden der auf Holzpfählen errichteten Häuser sank im 20. Jahrhundert um zwölf Zentimeter. Gemeinsam mit dem ebenso hohen Anstieg des Adria-Meeresspiegels stieg das relative Meeresniveau der norditalienischen Stadt seit 1900 damit um 25 Zentimeter. Die Folgen sind heute siebenmal häufigere Hochwasser und bereits ernste Schädigungen der Bausubstanz der Weltkulturerbe-Stadt. Laut den italienischen Forschern wird das Absinken im 21. Jahrhundert beschleunigt und beträgt zwischen 17 und 53 Zentimeter, wodurch die Hochwasserereignisse weiter zunehmen werden.

Als Hochwasser gilt in Venedig, wenn das Meeresniveau bei Flut um über 110 Zentimeter steigt, was derzeit rund viermal pro Jahr passiert. 2100 könnte dies zwischen 20 und 250 Mal der Fall sein, was die Studienautoren als “unhaltbare Aggression für das Stadtbild” bezeichnen. Es könnte jedoch noch schlimmer kommen. Vivien Gornitz, Klimatologin der US-Raumfahrtsbehörde NASA und eine der Autoren IPCC-Berichts, bezeichnet die Schätzungen Carbognins als “konservativ” und befürchtet ein noch deutlicheres Absinken der Stadt. Die Meeresspiegel würden bereits bisher schneller ansteigen als dies der IPCC vorausgesagt hat.

Das stellt die Nachhaltigkeit des MOSE-Projekts in Frage, mit dem die italienische Regierung ab 2014 durch 78 gigantische mobile Deich-Module die Laguneneingänge bei Bedarf abschließen will. “Steigen die Meere um mehr als 26 bis 53 Zentimeter bis 2100, wie Carbognin angenommen hat, wird MOSE, das nur mit 60 Zentimeter Meeresanstieg zurecht kommt, nicht zum Schutz der Stadt ausreichen”, so Gornitz. In gleichem Ton hinterfragen auch die Studienautoren das Projekt: “Ergänzungen zu heutigen Projekten sind dringend notwendig. Auch wenn sich der Meeresanstieg nicht plötzlich vollziehen wird und zu hoffen ist, dass die Prognosen in Zukunft noch genauer werden, sind Pläne zur besseren Hochwasserabwehr in Venedig für Zeiten mit höherem Meeresspiegel jetzt schon dringend notwendig.”

Als eine Möglichkeit sehen die italienischen Forscher, Meereswasser in tiefe Gesteinsschichten, die 700 Meter unter der Stadt liegen, zu pumpen. Modelle hätten gezeigt, dass man dadurch in zehn Jahren Venedig um 30 Zentimeter heben kann. Denn die übermäßige Grundwasserentnahme zur Deckung des Bedarfs in der Stadt war bisher ein Hauptgrund für das Absinken der Lagunenstadt. (Ende)

Aussender: pressetext.austria Redakteur: Johannes Pernsteiner

Wirtschaftlichkeit durch Nachhaltigkeit in der Touristik

Samstag, August 8th, 2009

“Die Alpenwelt braucht neue Konzepte”
Zukunftsforscher Horst W. Opaschowski im pressetext-Interview

Börnsen (pte/08.08.2009/06:00) – Auf den Tourismus kommen in den nächsten Jahren harte Zeiten zu. Neue Konzepte und Strategien sind daher gefragt, um sich in der Masse der Anbieter abheben zu können. pressetext sprach mit Zukunftsforscher Horst W. Opaschowski http://www.opaschowski.de über die aktuellen Trends und Herausforderungen. Die Meer- und Alpenwelt brauche neue touristische Konzepte, die auch alternative Entwicklungen und Nutzungen dieser Regionen mit einbeziehen, so Opaschowski.

pressetext: Was sind aus Ihrer Sicht die Zukunftstrends im internationalen Tourismus?
Opaschowski: Der Tourismus wird sich in den nächsten Jahrzehnten einigen Herausforderungen stellen müssen. Diese heißen Klimawandel, Strukturwandel, demographischer Wandel und Anspruchswandel. Die Meer- und Alpenwelt braucht neue touristische Konzepte, die auch alternative Entwicklungen und Nutzungen dieser Regionen mit einbeziehen. Reiseveranstalter müssen sich auf “preisbewusste Reiselust” einstellen. Für den Zukunftsmarkt der jungen Senioren sind Qualität und Serviceangebote rund um die Uhr von Bedeutung. Weiterhin liegt die Zukunft des Tourismus in “Baukasten-Angeboten” – diese lösen “Reiseangebote von der Stange” zunehmend ab.

pressetext: Welche speziellen Herausforderungen warten diesbezüglich auf Österreich, Deutschland und die Schweiz?
Opaschowski: Jede Urlaubsregion muss ihre Infrastruktur überdenken und analysieren, ob sie den veränderten Bedürfnissen der Reisenden entsprechen kann. Hier spielen Qualitätsmerkmale wie Gastfreundschaft, Gemütlichkeit, schöne Landschaft, gesundes Klima, Sicherheit, Sauberkeit bis hin zu “keine Sprachprobleme” eine besonders wichtige Rolle. Diese Faktoren sind für die “DACH”-Urlauber relevanter als materielle Angebote.

pressetext: Für welche Art von Regionen/Destinationen sieht es künftig gut aus, welche werden hart zu kämpfen haben?
Opaschowski: Es werden diejenigen Regionen zu kämpfen haben, die sich den Qualitätstourismus nicht zu Herzen nehmen.

pressetext: Einige der Schlagwörter sind “sanfter Tourismus” bzw. “nachhaltiger Tourismus”. Was ist darunter aus Ihrer Sicht korrekterweise zu verstehen?
Opaschowski: Nachhaltiger Tourismus muss dafür sorgen, dass die Umwelt nicht durch touristische Infrastruktur unwiderruflich zerstört wird. Nachhaltiger Tourismus soll die ökologischen und sozialen Folgen des Massentourismus verhindern helfen – beispielsweise durch Energie- und Wassereinsparung, Kapazitätsbeschränkungen, autofreie Ferienorte, Lenkung der Touristenströme sowie Attraktivierung des “Urlaubs der kurzen Wege”.

pressetext: Viele Regionen/Destinationen heften sich nachhaltigen Tourismus auf die eigenen Fahnen. Zu Recht oder ist das nur optische Kosmetik?
Opaschowski: Das kommt ganz auf das jeweilige Angebot an. Wenn eine Region spezielle Maßnahmen zur Umweltschonung unternimmt oder ein Hotel nachweisbar den CO2-Ausstoß reduziert und regionalen Produkten und Baustoffen den Vorrang gibt, sind das sicherlich sehr sinnvolle Maßnahmen.

pressetext: Inwiefern sind Wirtschaftsfaktor Tourismus und Nachhaltiger Tourismus in Einklang zu bringen?
Opaschowski: Die Alternative lautet nicht “Wirtschaftlichkeit oder Nachhaltigkeit”, sondern “Wirtschaftlichkeit durch Nachhaltigkeit”. Nachhaltiger Tourismus rechnet sich und zahlt sich aus.

pressetext: Ein Sprichwort lautet “Jede Krise ist auch eine neue Chance”. Wie sieht dieses Sprichwort in Bezug auf den Tourismus aus?
Opaschowski: Vom grenzenlosen und unkontrollierten Massentourismus muss Abschied genommen werden. Die aktuelle Krise zwingt Urlauber wie auch Veranstalter zum Umdenken und Umlenken. Das ist die Chance für den Tourismus von morgen.

pressetext: Danke für das Interview!

Aussender: pressetext Focusthema
Redakteur: Michael Fiala